| Aloha Alfred - ein Brief |
Diese Lomi hat sich in meine Seele eingebrannt. Ich komm grad überhaupt nicht klar. Ich hab keine Minute geschlafen, und ich kann nicht aufhören zu weinen. Und im Moment glaube ich, dass Du es noch am ehesten verstehst. Ich hatte keine Vorstellung davon, wie tief es gehen würde. Du hast meine Seele berührt, und ich habe das Gefühl, mein Innerstes zerspringt in tausend Stücke. Es tut weh, und gleichzeitig fühle ich mich frei und glücklich. Aber die Tränen rinnen ohne Unterlass. Dass Du mir das geschenkt hast, Du kennst mich doch gar nicht. Es ist eines der kostbarsten Geschenke, die ich je bekommen habe. Ich bin irgendwie so fassungslos. Mit jeder Minute mehr, wenn ich ehrlich bin. Und so richtig kann ich es auch nicht wirklich in Worte fassen. Aber ich denke Du verstehst es.
Ich musste immer so verdammt kämpfen um alles, es gab nie etwas, das leicht war für mich, und manchmal bin ich so grenzenlos müde. Und dann schenkst Du mir sowas unglaublich Wunderbares. Weißt Du, ich habe mich gefühlt wie eine Göttin, ich kann es nicht beschreiben. Ich kenne Dich nicht, da hast Du recht, aber vielleicht kennt Dich etwas in mir.
Du bist ein wunderbarer Mensch und Du hast eine Gabe, und Du weißt nicht, was es mir bedeutet hat, ich bin so voller Dankbarkeit. Bei mir geht alles immer viel tiefer als bei vielen anderen Menschen. Ich glaube an nicht viel, aber ich glaube an das Schicksal. Und immer, wenn es mir schlecht ging, dann hab' ich ganz tolle Menschen kennengelernt. Aber das ich mal so jemandem wie Dir begegnen würde, hätte ich nicht mal im Traum gedacht.
Diese Lomi hat sich in meine Seele eingebrannt. Jetzt geht es mir ein kleines bisschen besser. Mach Dir keine Sorgen, ich muss das nur verarbeiten
Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag und eine schöne Woche!
Alles Liebe für Dich
E.
| Meine erste Begegnung mit Lomi Lomi |
Das war vor vier Wochen, am nächsten Tag nach der Lomi hat mir diese Frau, die ich nie vorher gesehen hatte, diese Mail geschickt. Diese Zeilen zeigen, welch' tiefe Empfindungen eine Lomi Lomi Massage auslösen kann. Die Menschen fühlen sich mit ihrem ganzen Körper in allem angenommen.
Demütigungen heilen, der Körper wird wieder geliebt, so wie er ist, mit allen Fehlern und Schwächen. Bei der Lomi spüren wir das Heilige in uns. Wir, auch ich, der die Lomi gibt, spüre das Heilige in mir. Die Lomi selbst ist heilig, die hawaiianische Tempelmassage. Oft geschieht es, das mir beim Massieren vor Glück und Spüren die Tränen in den Augen stehen. Wir weinen beide, der Empfangende und ich der Gebende.
Ich weine vor Glück, dass ich die Lomi geschenkt bekommen habe. Vor fünf Jahren wohnte ich für einige Zeit bei einer Frau hier in der Nähe. Jeden Sonntag um sieben Uhr morgens trafen wir uns mit mehreren Leuten zur ZEN-Meditation. An einem dieser Tage sah ich in der Ecke einen seltsamen Tisch zusammengeklappt lehnen. Neugierig habe ich diesen aufgeklappt. Erst gefiel mir die sehr gute Schreinerarbeit und die Leichtigkeit dieses Tisches. Das war meine erste Begegnung mit Clap Tzu. Auch ein schöner Name. Dann erfuhr ich von der Frau, die gerade hereinkam, dass das ein Massagetisch ihres Sohnes sei, den der immer hierlässt, wenn er Lomi Lomi Kurse gibt.
Oh, was für ein schöner Name, dachte ich mir, LomiLomi, as gefällt mir. Da ich immer auf Zeichen achte in meinem Leben, habe ich mich spontan für den
nächsten Lomi Lomi Kurs angemeldet. Ja, da war ich dann alleine unter 8 Frauen, es war aufregend und so schön, dass ich nach dem Kurs mit meinen nassgeschwitzten öligen T-shirts im Arm ins Bett gegangen bin, nur um noch möglichst lange den Geruch dieser vielen Lomis bei mir zu haben. Ich war richtig verliebt in Lomilomi, und dieses Seminar hat aus mir einen Menschenlieber werden lassen. Lomilomi ist wirklich Liebe. Es war so schön, die Liebe für alles Leben zu spüren und zu geben.
Seit diesem und noch vielen weiteren Kursen ist Lomi Lomi mein Leben. Heute bestimmen Lomi Lomi und ZEN mein Leben. Dazu kommt noch ESDO, eine Kampfsportart, die ich seit 1993 betreibe und in der ich 2003, nach 10 Jahren den schwarzen Gürtel erkämpft habe.
| Meine Lebensgeschichte |
Mein Geburtsname ist Alfred Schurakowski, geboren wurde ich 1952 in Massing im tiefsten Niederbayer, dort wo Deutschland am schwärzesten oder besser
noch, sehr braun ist. Meine Eltern waren ein liebes Mädel aus Niederbayerin und ein junger Mann aus Litauen,die sich während des Krieges in diesem kleinen Dorf kenengelernt haben. Nach dem Krieg haben sich mein Vater und meine Großeltern, die aus Litauen und Weißrussland stammten, hier in Massing wiedergefunden. Wir wohnten dann in einem kleinen uralten Häuschen mit meinen drei Geschwistern Eltern und Großeltern unter einem Dach. Das Zusammentreffen der niederbayerischen und der russischen Seele machte dieses Zusammenleben nicht gerade einfach.
Eines Tages,ich war gerade 14 Jahre alt, kamen Schausteller in unser Dorf, die jedes Jahr ihre Buden und Fahrgeschäfte aufbauten, um die große Welt auf unseren Volksfestplatz zu bringen. Für ein paar Mark habe ich als Helfer beim Kettenkarussell angeheuert. Nach einer Woche sind die Schausteller weitergezogen. was sollte ich noch hier? Also bin ich nach Rücksprache mit meinen Eltern mit den Schaustellern weitergezogen. Das war die Geburt meiner Sehnsucht nach dem Reisen. Doch hat mich diese Reisezeit mein Weiterkommen in der Realschule gekostet. Ich wurde der Schule verwiesen. Nach der Rückkehr blieb mir nur noch eine Lehre als Elektriker, die ich meinen Eltern zuliebe gemacht habe. Dieser Beruf war schrecklich, denn ich wollte immer Künstler werden.
15 Jahre später, nach bewegten Jahren, hatte ich es immerhin zum Elektromeister und staatlich geprüften Elektrotechniker geschafft.
4 Jahre später war ich verheiratet und hatte drei Kinder. Während die Kinder im Abstand von 2 jahren auf die Welt kamen, habe ich meine Firma aufgebaut, war Hausmann und Unternehmer mit bis zu 30 Mitarbeitern. Ich hatte zwei Bang & Olufsen Studios, ein Planungsbüro und eine Elektrofirma. Ach ja, und ich war Teilhaber in einer Sicherheitsfirma mit vielen nächtlichen Einsätzen. Alles sehr sehr stressig.
Das ging so schlecht und recht bis 2003, da habe ich Insolvenz angemeldet und alles war weg und vorbei...
Und doch habe ich all die Jahre Zen Meditation gelebt, Kampfsport trainiert und zum Glück die Lomi Lomi kennengelernt. Diese drei spirituellen Übungen haben mich gerettet, sonst hätte mich der Lebensmut während der Insolvenz verlassen. So grausam und erdrückend die Insolvenz war, hat sie mir doch die Chance gegeben, endlich das zu tun, was ich schon immer wollte, mich um mein geistiges und seelisches Vorankommen zu bemühen. Nun war ich befreit, hatte viele Ideen und Träume, die jetzt einfach dran waren. Diese Traume die immer in mir waren sollen nun wahr werden.
Einer dieser Träume war es, den Jakobsweg als Pilger zu gehen. Das sind 1.000 km quer durch Spanien nach Santiago de Campostala, Finesterre und Murxia. Als Unternehmer war es praktisch unmöglich, die Firma 6 wochen alleine zu lassen, doch jetzt war alles möglich. Ich war frei,s o frei ich es mir selbst erlauben würde. Freilich gab es Widerstände von allen Seiten, von meiner Frau besonders, für die war so eine Reise unddenkbar, und sie konnte es gar nicht akzeptieren, dass ich das überhaupt zu denken wagte. Ich erzählte meinem Bruder Hermann von meinem Pilgertraum. Es passierte, was ich nie gedacht hätte: Er war mit ganzem Herzen von dieser Reise begeistert. Alle Achtung vor ihm, kannte ich ihn doch immer als besonnenen und älteren Bruder, der meine spinnerten Pläne nie so recht ernst nahm. Und doch war er es, der mich letztendlich durch das Buchen der Flüge nach Pamplona dazu zwang, mitzumachen. Oh,was bin ich ihm dafür dankbar. Wir haben im Oktober 2005 den Jakobsweg zusammen gepilgert und es ist ein Lebenserlebnis gewesen.
